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Editorial

Der Projekttag Fakten statt Populismus der Gewerkschaft ver.di ist ein Herzensprojekt und für uns ein wichtiger Bestandteil unserer betrieblichen Bildungsarbeit.

Nach sehr ereignisreichen Monaten, in denen viele tausende Menschen in größter Not sich auf den Weg gemacht haben, um Krieg, Terror und Bomben zu entfliehen, sich in einer neuen Heimat vorübergehend oder dauerhaft ein neues zu Hause aufzubauen, um behütet mit Familie und Freunden zu leben, nimmt die Zahl der Meldungen immer weiter ab. Zuletzt hat der Türkei-Deal die Weiterreise von Geflüchteten eingeschränkt und die Dublin-Verordnung greift, bis auf Griechenland, vollständig. Doch damit sind die Ursachen nicht behoben.

Alle diese Mechanismen, die nun für scheinbare Entspannung in den Geflüchtetenlagern in Deutschland führen, sind problematisch. Länder, für die Reisewarnungen gelten, in denen wir massiv Fachkräfte rekrutieren, werden zu sicheren Herkunftsstaaten erklärt. Immer noch warten Menschen auf ihre Flüchtlingsanerkennung oder die Anerkennung von Asyl in Deutschland und noch immer sind viele Menschen auf der Flucht. Und in Deutschland? Da haben die Menschen mit deutschem Pass immer noch Angst vor Refugees, zündeln rhetorisch und auch tatsächlich und lassen sich vom Rechtspopulismus vor den Karren des Nationalismus spannen.

Diese Situation hat uns motiviert das Projekt Fakten statt Populismus, welches in Kooperation mit enviaM-Gruppe und der DGB Jugend Sachsen entwickelt und erprobt wurde, zu überarbeiten.

Heute sind wir glücklich, unser Projekt nicht nur exklusiv in einem Unternehmen, sondern bundesweit anzubieten, bilden neue Menschen aus, den Projekttag zu realisieren und greifen auf entscheidende Erfahrungen aus der ersten Version zurück: Die Teilnehmenden waren in großer Mehrheit zufrieden bis sehr zufrieden und die Rückmeldung der Auszubildenden bei enviaM-Gruppe macht uns Mut, Themen anzusprechen, Solidarität zu leben und Rassismus zu benennen, wo er auftritt! Denn Fakten statt Populismus regt zur „bewussten Auseinandersetzung mit dem Thema an“ und zeigt „das manche Vorurteile gar nicht stimmen“.

Nachdenken über Politik und Gesellschaft und entkräften menschenverachtender Polemik am Beispiel von Flucht und Migration sind die Hauptziele des Projekttages und die Erfahrungen haben uns gezeigt: Das klappt!

public/editorial.txt · Zuletzt geändert: 2016/09/18 12:09 von admin